KitchenAid Artisan im TestDie KitchenAid Artisan genießt vor allem unter Design-Fans fast schon Kult-Status, denn dieser Klassiker unter den Küchenmaschinen hat sein Äußeres seit 1936 kaum mehr verändert. Da die Maschine jedoch nicht gerade günstig ist, sollte sie zudem auch durch Funktionalität überzeugen. Wir haben die KitchenAid Artisan deshalb ausführlich getestet.

Verpackung und Lieferumfang
Der Lieferumfang umfasst das Elektogerät, eine Rührschüssel, einen Spritzschutz mit Einfüllöffnung sowie Schneebesen, Knethaken und Flachrührer. Weiteres Zubehör ist separat erhältlich.

Verarbeitung und Design
Die KitchenAid Artisan fällt insbesondere durch ihren ansprechenden Retro-Look auf. Sie besteht komplett aus Metall und hat ein dementsprechend hohes Gewicht, auch die Abmessungen sind eher großzügig. Die Oberfläche ist in den meisten der knapp 30 Farbvarianten emailliert.

Handhabung und Komfort
Die Bedienungsanleitung ist durchdacht und gut verständlich, der Aufbau der Küchenmaschine geht problemlos vonstatten. Für die ersten Wechsel der Rühreinsätze benötigten wir jedoch etwas Fingerspitzengefühl, da gleichzeitig gedrückt und gedreht werden muss. Mit etwas Übung wurde der Umbau dann leichter.

Intelligent konstruiert und benutzerfreundlich erschien uns die Einfüllöffnung des Spritzschutzes, die ein nachträgliches Zugeben von Zutaten auch bei laufender Maschine erlaubt und so großzügig bemessen ist, dass das Befüllen unfallfrei vonstattengeht.

Die Standsicherheit ist schon durch das hohe Eigengewicht der Maschine gewährleistet, sodass die zusätzlichen Gummifüße nicht unbedingt nötig gewesen wären. Dennoch fanden wir in Sachen Sicherheit einige Kritikpunkte, so ist beispielsweise der schwere Schwenkarm durchaus geeignet, um sich darunter die Finger einzuklemmen.

Das Gerät kann auch aufgeklappt versehentlich eingeschaltet werden und schaltet sich auch nicht ab, wenn bei laufendem Betrieb der Schwenkarm nach oben bewegt wird.

Fehlt dem Teig Flüssigkeit oder ist die Schüssel zu voll, kam es zudem vor, dass sich der Teig am Knethaken nach oben zieht. Rezepte mit mehr als ein Kilogramm Mehl beziehungsweise 800 Gramm Vollkornmehl sollten deshalb nicht auf einmal verarbeitet werden.

Qualität des Endergebnisses
In Sachen Rührleistung haben wir keine Beanstandungen: Die KitchenAid Artisan verarbeitet sowohl flüssigen Pfannkuchenteig als auch Rühr- und Nudelteig erstklassig. Sämtliche Zutaten werden restlos eingearbeitet und gut vermengt, sodass weder Mehl- noch Butterklümpchen übrig bleiben.

Eine besondere Stärke dieser Küchenmaschine ist das Unterschlagen von Luft, wie wir anhand eines erstklassigen Biskuitteiges ebenso feststellen konnten wie beim Schlagen von Sahne oder Eischnee, das vorbildliche Ergebnisse lieferte.

Auch mit kleinen Mengen wird die KitchenAid Artisan problemlos fertig, denn der Abstand zwischen Rührschüssel und Rührgerät lässt sich je nach Bedarf neu justieren. Auch ein einzelnes Eiweiß wurde deshalb zu bemerkenswert luftigem, festem Eischnee.

Lautstärke
Die KitchenAid Artisan arbeitet nicht geräuschlos, aber vergleichsweise leise.

Reinigung
Die glatte, emaillierte Oberfläche der Maschine konnten wir problemlos abwischen, die vorwiegend runden Formen erleichterten diese Arbeit zudem. Im Bereich des Geschwindigkeitsreglers und des Schwenkarms fanden wir jedoch einige nicht ganz so leicht zugängliche Winkel.

Viele Zubehörteile sind spülmaschinenfest, aber nicht alle. Insbesondere der Schneebesen muss von Hand gespült werden und macht deshalb eine sofortige Reinigung erforderlich.

Pluspunkte
+ Design und Farbauswahl
+ schwere, hochwertige Ausführung aus Metall
+ erweiterungsfähig
+ sehr gute Ergebnisse bei Teigen, Eischnee, Sahne
+ geringe Lautstärke

Minuspunkte
– Wechsel der Rührgeräte zunächst etwas knifflig
– fehlende Sicherungsvorkehrungen
– Teig kann sich am Knethaken hochziehen
– Reinigung etwas umständlich

Fazit
Der Klassiker unter den Küchenmaschinen sieht nicht nur gut aus, er liefert auch sehr gute Ergebnisse beim Rühren und Schlagen. Allerdings hat das Gerät auch einige Schwächen, das zunächst etwas umständliche Einsetzen der Rührgeräte ist dabei noch am ehesten verzeihbar. Insbesondere für Familien mit Kindern dürften die Sicherheitsmängel schwerer wiegen. Angesichts des vergleichsweise hohen Preises sollte eine Anschaffung daher gut überlegt werden.



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