Siemens MK55400 im TestDie Siemens MK55400 fällt durch eine starke Motorleistung von 1100 Watt und viel Zubehör zu einem vergleichsweise günstigen Preis auf. Wir haben das Angebot genauer unter die Lupe genommen: In unserem umfangreichen Produkttest hat die Küchenmaschine neben einigen Stärken auch diverse Schwachpunkte offenbart.

Verpackung und Lieferumfang
Der Lieferumfang umfasst den Motorblock, eine Rührschüssel, einen Deckel mit Einfüllhilfe und Stopfer sowie einen Knethaken und einen Rühr- und Schlagbesen. Dazu kommen noch ein Mixeraufsatz, ein Passiergerät, ein Universalmesser sowie ein Scheibenträger mit vier Raspel- und Schneidescheiben. Eine Saftpresse, eine Saftzentrifuge und ein Rezeptbuch runden das Angebot ab.

Verarbeitung und Design
Die Maschine ist kompakt gebaut; das Gehäuse besteht aus weißem und silbernem Plastik, einzelne Zubehörteile sind auch in einem Farbton zwischen Gold und Senfgelb gehalten. Die Zubehörteile wirkten stabil, die Plastikverzahnung der Antriebsteile weckte bei uns jedoch leise Zweifel hinsichtlich ihrer Haltbarkeit.

Handhabung und Komfort
Beim Zusammensetzen der Maschine hätten wir uns eine etwas benutzerfreundlichere Bedienungsanleitung gewünscht. Schwierigkeiten hatten wir insbesondere im Bereich der Deckelverriegelung für die Rührschüssel, die nur sehr schwer einrastet, für den Betrieb der Maschine jedoch notwendig ist.

Unpraktisch fanden wir auch, dass der Mixeraufsatz nur benutzt werden kann, wenn auch die Rührschüssel an Ort und Stelle ist. Sollte sich diese also gerade in der Spülmaschine befinden, muss der Shake oder Smoothie warten.

Als benutzerfreundlich sind uns hingegen das Kabelstaufach und die Zubehörbox aufgefallen, in der die Kleinteile sicher in der Küchenschublade untergebracht werden können. Ebenfalls positiv hervorzuheben sind die Gummifüße der Maschine, die für Standfestigkeit auch bei höherer Belastung sorgen.

Qualität des Endergebnisses
Die Siemens MK55400 konnte sowohl sehr flüssige als auch schwere Hefe- oder Nudelteige problemlos verarbeiten, bei höherer Belastung kam es jedoch vor, dass sich nicht nur die Maschine, sondern auch der Teig etwas erwärmte. Die Schüsselränder werden vom Knethaken nicht gut erreicht, sodass sich hier unverarbeitete Reste absetzen können.

Das Schlagen von Eischnee lieferte uns kein überwältigendes, aber ein akzeptables Ergebnis, allerdings sollte dazu eine größere Menge verarbeitet werden: Ein einzelnes Eiweiß wird von der Maschine nicht erfasst. Im Gegensatz dazu arbeitete der Mixer in unserem Test am besten mit kleineren Portionen.

Keinerlei Probleme gab es beim Zerkleinern: Karotten wurden ohne Schwierigkeiten geraspelt, die Gurkenscheiben gerieten schön gleichmäßig, auch das Mahlen von Nüssen machte keine Schwierigkeiten.

Lautstärke
Wir haben die Siemens MK55400 als vergleichsweise laut empfunden, insbesondere auf höheren Belastungsstufen.

Reinigung
Die Reinigung ging relativ problemlos vonstatten, da sich nur wenige schwer zugängliche Ecken und Winkel am Gerät befinden, lediglich die Griffe von Rührschüssel und Mixer bilden da eine Ausnahme. Viele, aber leider nicht alle Zubehörteile sind für die Reinigung in der Spülmaschine geeignet.

Pluspunkte
+ viel Zubehör
+ starker Motor
+ kompakte Bauweise
+ standfest
+ Kabelstaufach
+ Zubehörbox
+ gute Ergebnisse beim Zerkleinern

Minuspunkte
– wenig benutzerfreundliche Bedienungsanleitung
– schwergängige Deckelverriegelung
– Mixer kann nur mit eingerasteter Rührschüssel betrieben werden
– unverarbeitete Teigreste am Rand
– Rührfunktion nicht für sehr kleine Mengen geeignet
– eher laut
– nicht spülmaschinenfeste Zubehörteile

Fazit
Die stärksten Argumente der Siemens MK55400 sind ihr günstiger Preis und das viele Zubehör, das sie bereits mitbringt. Auch die Motorleistung ist für diesen Preisrahmen ungewöhnlich hoch. Allerdings lieferte die Maschine lediglich beim Zerkleinern und bei flüssigen Teigen wirklich gute und überzeugende Ergebnisse, während sie beim Kneten etwas festerer Teige ungenutzte Reste am Schüsselrand ließ und sehr kleine Mengen nicht zu verarbeiten vermochte. Die schwergängige Deckelverriegelung, nicht spülmaschinengeeignete Zubehörteile und die eher hohe Lautstärke sind weitere Schwachpunkte, sodass wir trotz des günstigen Preises keine klare Kaufempfehlung aussprechen können.


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